Gay Games Köln 2010

Klein aber fein - Ringer räumten bei den Gay Games ab

An den Gay Games in Köln traten 50 Athleten aus 9 Ländern zum Turnier der Ringer an. Unter dem Motto "Be part of it" mischten sich Marcel und Bruno vom noch jungen Verein Ringerpoint Zürich sehr erfolgreich unter das Teilnehmerfeld.

Ringen dürfte wohl eine der ältesten Sportarten der Welt sein: zwei Menschen ohne Hilfsmittel auf sich allein gestellt, versuchen sportlich die Oberhand über den anderen zu erlangen. Schon bei den Olympischen Spielen der Antike gehörte Ringen zum Programm. Deshalb gehört diese Sportart bei den Gayolympics - wie sich die Gay Games eigentlich gern genannt hätte - ins Programm. In verschiedenen Gewichts- und Altersklassen kämpften die Ringer tagsüber gegeneinander auf der Matte und feierten und tanzten nachts an den Parties miteinander.

Die Wettbewerbe fanden ein wenig abseits des Geschehens in der Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim statt. Trotzdem bescherten uns die Organisatoren und vor allem hunderte begeisterte ZuschauerInnen eine tolle Kulisse. Ebenfalls war die hohe Medienpräsenz erstaunlich, weshalb wohl? Nach 111 Kämpfen waren die Sieger gekürt. Dank hart umringten Kämpfen und den Willen nie mit dem eigenen Rücken auf der Matte zu liegen gewannen Marcel und Bruno jeweils überraschend die Goldmedaille in ihren Kategorien. Vor allem für Marcel welcher erst das zweite Mal überhaupt an einem Ringerturnier und das erste mal an einem so grossen Turnier mitmachte ist dies ein besonderer Achtungserfolg. Dank diesen zwei Goldmedaillen klassierte sich die Schweiz im Ländermedallienspiegel zusammen mit Belgien hinter den USA auf den unglaublichen zweiten Schlussrang. Sie liessen damit grosse Nationen wie Frankreich, Niederland und vor allem auch das Gastgeberland Deutschland hinter sich! Neben den sportlichen Erfolgen bereiteten die Spiele im Allgemeinen und vor allem die gewonnen Kontakte zu den anderen Ringer noch viel mehr Freude und Spass. Und so war es dann auch nicht erstaunlich, dass sich zum Schluss alle Ringer umarmten, nun allerdings nicht mehr zum Wettkampf, sondern zum gemeinsamen Abschiedsspruch "We were part of it"!

Bruno Aregger

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