„Schatz der Inkas“ in der Pfanne

Amaranth hat ca. 1/3 mehr Ballaststoffe und Zink im Vergleich zu Vollkornweizen, knapp die doppelte Menge Eisen, sowie ausserordentliche Magnesium- und Calciumgehalte. Sie alle machen Amaranth zu einer wertvollen Bereicherung des abwechslungs- und nährstoffreichen Speiseplans.

Hoher Nährwert

Der Protein- und Fettgehalt, sowie die Mineralstoffgehalte sind sehr hoch. Auch das meist im Mangel befindliche Lysin (eine lebenswichtige Aminosäure) ist überdurchschnittlich vorhanden. Das Fettsäurespektrum weist hohe Anteile an ungesättigten Fettsäuren auf, darunter Linolsäure und Alpha-Linolensäure einer Fettsäure vom wertvollen Omega-3-Typ. Das in unserer Ernährung unzureichend vorhandene Magnesium erreicht Spitzengehalte. Calciumgehalte wie in Milch und hohe Eisengehalte wie in Hülsenfrüchten oder Ölsamen machen Amaranth zu einem diätetisch wertvollen Nahrungsmittel auch für Sportler. Da es sich nicht um Getreide handelt, sind die Körner glutenfrei, und damit für Zöliakiepatienten geeignet. Auch für Personen mit Neurodermitis hat sich Amaranth als Getreideersatz bewährt.

Amaranth-Gemüsepfanne

Rezept für 2 Personen
Zubereitung (Dauer ca. 20 min.)

150 g Amaranth
50 g Margarine
3 EL Olivenöl
½ l Gemüsebrühe
150 g Karotten
200 g Lauch
50 g Walnüsse
½ Bd. Petersilie
1 TL Zitronenschale, abgeriebene
  Salz und Pfeffer, frisch gemahlener

Den Amaranth in Margarine und Öl fünf Minuten anbraten, dann die Gemüsebrühe dazu geben und 45 Minuten zugedeckt leicht kochen lassen. In der Zwischenzeit Karotten und Lauch putzen und klein schneiden. Walnüsse grob und Petersilie fein hacken. 

Das Gemüse nach 45 Minuten zum Amaranth geben und weitere zehn Minuten garen. Sollte noch zu viel Flüssigkeit vorhanden sein, offen einköcheln lassen. Dann mit abgeriebener Zitronenschale, Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt die zerkleinerten Walnüsse und die Petersilie unterheben.

Herkunft

Amaranth zählt zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Bereits vor Jahrtausenden diente es in Südamerika als Grundnahrungsmittel sowie als Opfergabe für Götter. Lange Zeit galt die Pflanze des Amaranth als heilig. Inkas und Azteken glaubten in ihr die Quelle großer Kraft gefunden zu haben.

Durch die spanischen Eroberer wurde der Anbau verboten und die Felder vernichtet, um den Eingeborenenstämmen ihren Zusammenhalt, ihre Religion und ihre Energiequelle zu nehmen. 

Heute wird Amaranth nicht nur in Mexiko, sondern auch in anderen armen Bergregionen in Pakistan, Nepal und Indien angebaut, um Mangelernährung und Hunger zu bekämpfen. In Anbauprojekten mit Kleinbauern in den Anden und Mexiko wird inzwischen sogar für den Export nach Europa und in die USA produziert. Doch auch im Süden der USA, in Deutschland, Österreich und in der Schweiz wird heute erfolgreich Amaranth und Quinoa kultiviert.

Genutzt werden vor allem die Samen der an Hirse erinnernden Körner, die zwar keine Getreidearten sind, diesen aber in Verwendung und Nährwert ähneln. Der Name der senfkorngrossen Körner stammt aus dem Griechischen: Amaranthus bedeutet „unsterblich“ bzw. „nicht welkend“. 

Amaranthmehl eignet sich nur begrenzt zum Backen, weil das nötige Klebereiweiß für das Backvolumen nicht enthalten ist. Eine Beimischung von Amaranth zu herkömmlichen Brotmehlen bietet jedoch eine wertvolle Ergänzung zur ernährungsphysiologischen Qualität von Brot.

Vielseitig im Geschmack

Die Körner des Amaranth sind vielseitig verwendbar und entfalten beim Kochen ihren typisch nussigen Geruch. Viele verschiedene Speisen lassen sich mit den Körnern einfach und schnell zubereiten, beispielsweise Suppen, Gemüsepfannen, Aufläufe und Süssspeisen. Die Körner können auch geschrotet oder gemahlen werden. 

Wer Amaranth selber anbauen möchte, kann Samen z. B. bei Botanik Sämereien in der Aemtlerstrasse 74 in Zürich kaufen oder unter www.saemereien.ch. Aber Achtung: Die meisten kultivierten Sorten sind nicht frostresistent!

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