Bastien Venturi – Sportverantwortlicher Schwimmen im Interview

 

Die GSZ-Schwimmerinnen und -Schwimmer kennen ihn: Bastien Venturi, der seit Frühjahr 2016 die Geschicke der Sportart Schwimmen mit Elan und Enthuasiasmus leitet. Der Humor, Charme und gute Laune versprüht wie ein eben dem Wasser entstiegener und sich trockenschüttelnder Seelöwe. Der als Captain die Schwimmerfraktion mit dem neuen Namen Gay Sport Zürich Sea Lions steuert. Selbstverständlich immer mit Rückenwind des fantastischen Sportlerteams. „Connected“ hat ihm ein paar Fragen gestellt und im Kurzinterview steht euch Bastien Rede und Antwort.

 
 

Wer bist du

Mein Ururgrossvater väterlicherseits kam aus Pistoia in der Toskana, daher der italienische Familienname, doch leider kann ich kein Italienisch mehr. Ich wurde am 14. März 1978 in Beauvais, Frankreich, im Sternzeichen Fisch mit Aszendent Löwe geboren. Kaum zu glauben, dass ich in jüngeren Jahren extrem sensibel und sehr schüchtern war und in meiner Traumwelt lebte: Die der Fische. Man sagt jedoch, sobald man über 30 sei, trete der Aszendent in den Vordergrund. In meinem Fall stimmt dies absolut, denn heute bin ich ein gemütlicher, fröhlicher, humorvoller, sozialer und unterhaltsamer Mensch, ganz das Gegenteil des Kindes, das ich einmal war.
 
In Frankreich habe ich meine Schulen besucht und wechselte 1997 nach meiner Matura mit Schwerpunkt Französische Literatur und Bildende Kunst – ich wollte Kunstlehrer werden – an die Universität Reims, in die Stadt meiner väterlichen Familie. Weil ich seit dem Gymnasium von der englischen Sprache fasziniert bin, entschied ich mich, in Reims Englisch zu studieren und später zu unterrichten.  
 
Allerdings nahm mein Leben 1998 eine bedeutende Wendung, als sich für mich die Möglichkeit ergab, in die USA zu gehen und für die Air France zu arbeiten. Ich arbeitete als Mitglied des Bodenpersonals in San Francisco und lernte dort meinen damaligen Schweizer Freund kennen, dank dessen ich dann anfangs 2001 in die Schweiz kam. Ich arbeitete anschliessend während 6 Jahren als Flugbegleiter für Crossair / Swiss. Aus finanziellen Gründen – der Lohn war sehr niedrig – und nach 10 Jahren in der Welt des Fliegens musste ich leider meine Laufbahn wechseln: seit Ende 2006 arbeite ich bei der Firma Gelbe Seiten AG.
 
Seit letztem Jahr bin ich auch offiziell stolzer Zürcher, oops, Schweizer :))  Ich wohne wahrscheinlich schon zu lang in Zürich (LOL).
 

Deine Leidenschaften?

Eurovision. Ich bin Mitglied des Eurovision Fan Klub Island, mein bester Kollege stammt aus Island und hat diesen Fanklub gegründet. Ich reise seit 2008 jedes Jahr an den Eurovision Song Contest. Ich habe auch mit meinem Expartner 5 Eurovision-Parodievideos gedreht, die zusammen fast 1 Million Mal angesehen wurden. 
 
Auf Youtube: 2011        2012         2013
 
Weitere Leidenschaften sind das Reisen, Kino und Film (besonders Horror), ferner interessiere ich mich für Dinosaurier, seit ich Kind bin, ich kann fast alle Namen nennen.
Faszinierend finde ich die Kultur von Nordamerika sowie die englische Sprache. Und nicht zuletzt hats mir die Esoterik angetan.
 

Wo trifft man dich im Ausgang?

Ich gehe selten aus, im Prinzip nur bei grossen Anlässen (z. B. Gay Pride, White Party etc.). Ich bin ein Fan von Popmusik, leider gibt es in Zürich zu wenige Partys dieser Art. Darum vermisse ich auch T&M extrem. Sonst trifft man mich von Zeit zu Zeit in der Cranberry Bar oder im Rathaus Café zusammen mit Kollegen. Im Sommer geniesse ich den See meistens in der Badi Tiefenbrunnen. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gern einen neuen Gay Klub in Zürich eröffnen, in dem man endlich zu Popmusik tanzen könnte. House Music wäre verboten. Man hätte auch Eurovision- und Kostümabende.
 

Wohin geht deine nächste Reise?

Im September habe ich zwei Wochen Ferien. Zuerst gehe ich meine Familie in Frankreich besuchen, dann haben wir mit den Gay Sport Zürich Sea Lions einen Wettkampf in Barcelona. Danach würde ich gern nach Nordamerika fliegen, entweder nach Montreal oder nach San Francisco, um meine Kollegen zu besuchen, oder vielleicht nach Chicago oder Seattle.

Seeüberquerung, neuer Name fürs Schwimmen, Teilnahme u. a. an den Eurogames in Helsinki zeugen von grossem Engagement – welches sind deine weiteren Ziele für den GSZ-Schwimmsport? Welche Überraschungen zauberst du aus dem Hut?

Es gibt vieles in meinem Hut, aber wenn ich dir alles zeige, was in meinem Hut steckt, dann sind das keine Überraschungen mehr, oder? (LOL)
 
Scherz beiseite, ich bin auch eine sehr neugierige Person. Dieses Jahr war für uns leider bereits sehr turbulent mit dem Verlust von unserem geliebten Sea Lion Severin, aber auch intensiv, was die organisatorischen Angelegenheiten angeht: z.B. die Wahl unseres Namens "Gay Sport Zürich Sea Lions“, und weil für mich die Parität extrem wichtig ist, entschied ich mich auch dazu, dass wir eine Vertreterin unserer Frauen wählen, somit ist Patrizia Carrera neu mit im Cockpit.
 
Als nächsten Schritt gestalten wir gerade unser Logo. Wir haben bereits die ersten Entwürfe vom Grafikdesigner erhalten und in diesem Augenblick stimmen die Schwimmerinnen und Schwimmer darüber ab, welcher Entwurf ihnen am besten gefällt. Eines meiner weiteren wichtigen Anliegen ist die Förderung der Zusammenarbeit mit anderen LGBT- Schwimmvereinen in der Schweiz. Mit den Genfern arbeiten wir bereits seit den letzten Eurogames in Stockholm näher zusammen, z. B. in Bezug auf die Abstimmung unseres Auftritts, wie beispielsweise ähnliche Badehosen auf internationalen Wettkämpfen. In Helsinki starteten wir auch zusammen in Mixed Staffeln. Mit Patrizia will ich auch näher zusammenarbeiten. Sie ist sehr wichtig für mich, weil keine wie sie unsere Schwimmerinnen versteht; zudem kann sie für mich alles übersetzen, da die Frauensprache schlimmer als mein Deutsch ist (LOL).
 
Unseren Aufnahmeorganisation zu optimieren, ist auch ein Teil meiner Projekte, weil der erste Eindruck immer der beste ist. Ich habe gestern erfahren, dass wir vielleicht auch einen Trainer für unser Mittwochtraining gefunden haben. Viele Schwimmer freuen sich darüber. Seit kurzem haben Transmenschen der Gruppe "Trans* schön nass" am Montag nach unserem üblichen Training zu schwimmen angefangen. Sie sind tolle Menschen und mein Ziel wäre, irgendwann und wenn es für beide Seiten passt, diese Transmenschen bei uns willkommen zu heissen. Übrigens, eine Kategorie Transmenschen wird es nächstes Jahr neu bei unserer berühmten Seeüberquerung geben.
 

Häufig sind in Vereinen Mitgliederzahlen rückläufig oder bestenfalls konstant. Woran liegt es, dass Schwimmen stets regen Zulauf hat?

Schwimmen ist eine sehr beliebte Sportart, die Zürcherinnen und Zürcher haben sie wohl auch gern: In der Stadt Zürich sind die Schwimmbäder ständig voll. Vielleicht haben wir auch einen guten Ruf, in unserer Sea-Lions-Familie macht Schwimmen richtig Spass. Wir sind international, tolerant und offen, wir sind aktiv an Wettkämpfen, das alles ist sicher eine gute Werbung. Das sieht man vielleicht auch bei unseren jährlichen Auftritten an der Gay Pride. Die Schattenseite ist leider, dass wir sogar im Moment nicht mehr so viele neue Leute aufnehmen können, wie wir es gerne möchten, da wir von der Stadt keine weiteren Trainingsmöglichkeiten mehr erhalten können. Bis der Lottogewinn eintrifft, wovon ich das „Gay Sport Zürich Sea Lions Olympische Hallenbad“ bauen werde, bitte ich die Zuständigen darum, weitere Schwimmbäder in Zürich zu bauen! Danke für das offene Ohr oder wünscht mir bitte viel Glück bei Euromillion (LOL).
 

Auf die Frage, was denn in einem Verein wie dem GSZ ausser der reinen Ausübung einer Sportart mit Gleichgesinnten dazugehöre, wird häufig „Spass haben“ geantwortet. Ein weit gefasster Begriff. Was muss man sich darunter genau vorstellen, welches sind beim GSZ-Schwimmen ausgeprägte „Spass-Momente“? 

Bei uns Spass haben bedeutet, in einer internationalen Atmosphäre schwimmen zu dürfen (wir haben mehr als ein Dutzend Nationen), wir nehmen uns auch nicht zu ernst, auch wenn wir natürlich seriös trainieren. Wir reisen gern gemeinsam an Wettkämpfe und unternehmen auch sonst viel zusammen. Wir haben auch eine eigene WhatsApp-Gruppe, in welcher wir uns neben dem Schwimmen über Themen aller Art austauschen. Am Ende sind wir eine liebevolle Familie, wenn natürlich auch mit allen Ups and Downs des Familienlebens. Niemand ist perfekt, aber wir haben uns gegenseitig gern, und das ist spürbar. Wir sind eine tolle Gruppe und ich liebe meine Schwimmfamilie von ganzem Herzen.
 

Wie bist du in jungen Jahren zum Schwimmen und später zum GSZ gekommen?

Das ist für mich ein ziemlich frustrierendes Thema. Als ich Kind war, lernte ich, wie die meisten, in der Primarschule schwimmen. Das war dann eigentlich auch alles für mich, und zwar bis zum Jahr 2012, als mein Arbeitskollege mich zum Schwimmen mitnahm. Dabei entdeckte ich das Schwimmen nach einer sehr langen Pause wieder. Das öffnete mir dann auch die Augen: Ich war vorher nie ein grosser Sportler. Wie die meisten, bin ich nur ab und zu ins Fitness gegangen, aber ab diesem Moment fing ich an, täglich zu trainieren. Ich habe mit Brust angefangen, da ich von den anderen Schwimmstilen keine Ahnung hatte. Ich bin jeden Tag so viel geschwommen, dass ich leider sogar meine Schulterverletzt habe. Meine Schulter schmerzt manchmal immer noch. Im 2013 wurde ich auch Mitglied des Gay Sport Zürich. Da ich Anfänger war, hatte ich etwas Bedenken, hinzugehen. Ich dachte mir, dass dort sicher alle Schwimmer Profis wären und habe mir vorstellt, dass sie alle wie in den olympischen Spielen aussehen würden. Ich habe also mir selber Druck gemacht. Nach dem ersten Training sah ich, dass ich mir umsonst Sorgen machte, und dann entspannte ich mich auch sofort. Dennoch war meine erste Erfahrung nicht so angenehm, da ich mich ein wenig allein gelassen fühlte, aber ich bin dann doch wieder hingegangen und es machte sich bezahlt! Übrigens – nicht zuletzt wegen dieser Erfahrung – habe ich heute ein System etabliert, um die Aufnahme neuer Schwimmerinnen und Schwimmer in den Klub zu optimieren. Es ist für mich sehr wichtig, dass sich die neuen Mitglieder bei uns sofort wohlfühlen und bestens informiert sind. Das einzige, was ich jetzt noch bereue ist, dass ich nicht schon früher mit dem Schwimmen wieder begonnen habe. Vielleicht werde ich im nächsten Leben das Glück haben, der französisch-schweizerische Michael Phelps zu sein. 
 

Wer war dein sportliches Vorbild, wer ist heute dein Vorbild?

Ich bewundere den berühmten ehemaligen französischen Eiskunstläufer Philippe Candeloro für seinen Humor, seine Originalität und Kreativität, er war ein Showman auf dem Eis. Heute ist mein Vorbild selbstverständlich ein Schwimmer, namentlich Michael Phelps.
 

Wie sieht dein Trainingsritual aus und wie motivierst du dich? 

Ich habe ein rigoroses Trainingsritual, das ich so gut wie möglich respektiere. Diese Inflexibilität gefällt leider meinem Freundeskreis jedoch nicht immer.
 
Mein Trainingsritual wird vor allem von unserer Trainerin Senata bestimmt: Ich schwimme 3 Mal pro Woche, d.h . montags, mittwochs und freitags, jeweils ca. 2,5 km, dienstags und donnerstags betreibe ich zudem Fitness. Am Wochenende entspanne ich mich immer und mache keinen Sport.
 
Ich weiss, dass es keine Sensationsnachricht ist aber ich bin schwul (LOL) und das Aussehen in unserer Welt ist extrem wichtig. Dadurch entsteht also der Druck für die meisten, immer fitter und fitter werden zu müssen. Meine Motivation kommt dann hauptsächlich daher, da ich meinen Körper so weit wie möglich fit behalten möchte. Diese Oberflächlichkeit beiseite, alle wissen auch, dass der Sport der Schlüssel zur Gesundheit ist. Ich merke es tatsächlich, dass ich fast nie krank bin, seit ich so sportlich bin. Das ist definitiv eine grosse Motivation. Nicht zuletzt aber mit meinen Kolleginnen und Kollegen von Gay Sport Zürich Sea Lions zusammen schwimmen zu dürfen, ist eine wichtige Motivation.
 

Könntest du dir vorstellen, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen oder ziehst du es vor, Schwimmen als Ausgleich zum Berufsalltag zu betreiben? 

Schwimmen ist für mich hauptsächlich ein Hobby, jedoch bin ich grundsätzlich offen für Neues, und falls ich ein Angebot erhalten würde, einen Job in Zusammenhang mit Schwimmen zu übernehmen, würde ich die Gelegenheit wahrscheinlich gern nutzen. Ich weiss aber nicht, ob ich mit meiner bescheidenen Erfahrung den Einstieg in die professionelle Welt des Schwimmens schaffen könnte.
 

Übrigens, wie sieht dein Berufsalltag aus?

Ich bin kein Morgenmensch, so bin ich der Letzte, der morgens im Büro erscheint. D. h. um 9 Uhr, das ist die späteste überhaupt mögliche Uhrzeit, bei uns mit der Arbeit beginnen zu können. Ich habe schon meinem Chef gesagt, dass ich morgens eine unbrauchbare Arbeitskraft bin, um hoffentlich später im Büro beginnen zu dürfen. Es hat leider bis jetzt nichts genutzt, und ich muss jeden Tag nach wie vor so früh aufstehen (schnieft).
 
Bei unserer Firma, die Werbung verkauft, arbeite ich in der Abteilung des Complaint Managements und bin für die französischsprachige Klientel der Schweiz zuständig. Ich arbeite hauptsächlich am Computer und verwalte schriftliche, manchmal recht unhöfliche Beschwerden von extrem unzufriedenen Kunden, von Anwälten und Mitarbeitern des Rechtschutzes. Unsere Kunden nehmen mehr und mehr solche Dienstleistungen in Anspruch und schreiben sogar häufig direkt an unseren CEO. Mein Job ist also hauptsächlich die Vermittlung zwischen der Klientel und unserem Rechtsdienst. 
 
Ich bin überzeugt, dass die Leute erst ihre höchstmögliche Leistung erbringen, wenn sie in einer schönen und entspannten Atmosphäre arbeiten können. Darum kümmere mich um die gute Stimmung im Büro (LOL). Ich glaube, dass meine Arbeitskollegen meine Qualitäten als Komiker schätzen; sie berichten mir oft nach einer Anwesenheit, dass sie mich vermisst haben.

Was unternimmst du, um Stress abzubauen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen? 

Ich gehe die Sachen gern mit Humor an, in meinem Beruf und privat. Ich finde, eine gute Stimmung im Büro ist extrem wichtig und hilft dabei, die Mitarbeitenden zu motivieren. Selbstverständlich hilft mir der Sport auch sehr viel dabei, Stress abzubauen. Auch wenn ich nur einfach am Wasser bin, wie z. B. am Zürichsee. Ich bin ein richtiger Fisch! Viel schlafen tut mir auch sehr gut gegen den Stress.
 

Man erlebt dich als initiativ, interessiert und schätzt deine guten Ideen sowie deine fröhliche Art. Kann dich auch etwas aus der Fassung bringen? Und was stimmt dich nachdenklich?

Mangel an Etikette und Respekt sowie der rohe Umgang von gewissen Menschen mag ich gar nicht. Auch Intoleranz und Arroganz kann ich gar nicht ausstehen.
 
Seelisches Unwohlsein der Menschen lässt mich nicht kalt und stimmt mich nachdenklich. Im Zusammenhang mit unserem Klub ist es für mich wichtig, dass sich bei uns alle zufrieden und wohl fühlen. Auch wenn jemand sich mit einem Problem an mich wendet, versuche ich immer, der Person bei ihrem Problem zu helfen. Auch die Zukunft und das Gefühl der Unsicherheit regen mich zum Nachdenken an. 
 

Die Welt global verbessern zu können, ist eine Illusion. Doch wenn es in deiner Macht stünde, wo würdest du zuerst den Hebel ansetzen, um sie ein Quäntchen besser zu machen?

Ich würde Religionen aus der Welt verschwinden lassen. Ich bin nicht religiös und halte mich für einen Freidenker. Das, obschon ich an vieles glaube. Für mich sind die Religionen nichts anderes als Konfliktquellen – man vergleiche nur Geschichte mit Gegenwart. Ohne Religionen, die uns vorschreiben, wie wir leben sollen, ohne Religionen, die uns bestimmen, wen wir lieben und hassen müssen, wäre die Welt unglaublich viel besser. Es gäbe weniger Kriege, weniger Gewalt, mehr Toleranz, und die Menschen würden endlich selbstständig denken.
 

Immerhin ist der GSZ eine kleine Oase, in der man sich wohlfühlen kann. Warum sollten alle, die gern mit Gleichgesinnten schwimmen, dies beim GSZ tun? Und welches sind die Voraussetzungen, um mit den Gay Sport Zürich Sea Lions mitschwimmen zu können?

Es steht jeder und jedem frei, mit uns zu trainieren, wir zwingen niemanden dazu. Es gibt genug Schwimmklubs in Zürich, doch sind wir der einzige LGBT-Schwimmklub in Downtown Switzerland (jetzt bin ich ein echter Zürcher *LOL*). Diese Tatsache ist allein schon ein gutes Argument, wenn jemand in einer Atmosphäre ohne Vorurteile z. B. in Bezug auf die sexuelle Orientierung schwimmen möchte. Heute, und vor allem im Sport, ist es nicht immer leicht, als LGBT-Mensch sich selbst zu sein. Wenn jemand in einem Klub mit guter Stimmung, in einem Klub, dessen Mitglieder sich nicht allzu ernst nehmen, in einem fröhlichen und internationalen Ambiente, mit Frauen und Männern mit unterschiedlichstem Hintergrund und Alter schwimmen möchte, heissen wir sie oder ihn in unserer Sea-Lions-Familie willkommen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung!
 
Die primäre Voraussetzung ist natürlich schwimmen zu können. Auch wenn wir nichts gegen die Idee haben, Cheerleaders zu engagieren, die uns in der Nähe des Pools ermutigen würden und gleichzeitig unseren "Kriegsruf" schreien würden (*LOL*). Achtung, bald werde ich vielleicht das Projekt  "Kriegsruf" aus meinen Hut ziehen (*LOL*). Ich schweife ab, doch wir haben wirklich einen "Kampfruf" und eine "Kampfchoreographie" ausgearbeitet, das ist also kein Witz (leider zum Ärger einiger Schwimmerinnen und Schwimmer *LOL*) . Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, fragt eine oder einen von unseren Sea Lionesses / Lions.
 
Wer mit uns schwimmen möchte, sollte mindestens eine Stunde (~ 2 bis 3 km) schwimmen können. Wir schwimmen alle 4 Schwimmstile (Delfin, Rücken, Brust und Crawl). Kenntnis der Techniken dieser 4 Schwimmstilen sind natürlich von Vorteil, aber nicht Voraussetzung. Am Ende soll man sich nicht zu viele Sorgen machen, wie ich es am Anfang meiner Schwimmerkarriere beim GSZ getan habe. Ich bin der lebende Beweis, dass man es trotz wenig Erfahrung schafft und viel über das Schwimmen lernen sowie grossartige Kolleginnen und Kollegen gewinnen kann. Zum Schluss: weniger reden, mehr schwimmen! Kommt einfach selbst zu sehen und zu beurteilen!

Bastien steht "Connected" Rede und Antwort

Wo möchtest du leben? Ich liebe Zürich, wir haben hier eine sehr hohe Lebensqualität. Aber in Nordamerika zu leben, wäre auch toll. Sehr wahrscheinlich sogar wieder in San Francisco. Dort fühle ich mich wie zu Hause. Ich glaube sogar, ich war in einem anderen Leben Amerikaner.
Was ist für dich das vollkommene irdische Glück? Eine astronomische Höhe im Lotto zu gewinnen.
Was ist für dich das grösste Unglück? Grosse gesundheitliche Probleme zu haben.
Dein grösster Traum? Ein bekannter, anerkannter, talentierter und verführerischer (und schwuler!) Schauspieler in Hollywood zu werden.
Welche Fehler entschuldigst du am ehesten? Vergesslichkeit, da ich selber sehr vergesslich bin. Viele Menschen, die mich kennen, nennen mich sogar Dory (der blaue Fisch vom Trickfilm „Findet Nemo“). Stellt euch das vor! (LOL)
Dein grösster Fehler? Faul sein
Was verabscheust du am meisten? Grundlose Gewalt
Dein Hauptcharakterzug? lustig
Welche Eigenschaften schätzt du bei einem Menschen am meisten? Sensibilität und Empathie 
Was schätzt du bei deinen Freunden am meisten? Ihre Fähigkeit, zuzuhören, ihre Treue und die Tatsache, dass sie nicht über mich urteilen.
Deine Lieblingstugend? Toleranz
Deine Lieblingsbeschäftigung? Schlafen. Ich bräuchte zwischen 10 und 15 Stunden Schlaf pro Tag.
Wer oder was hättest du gern sein mögen? Jemand berühmter, talentierter, reicher, bescheidener und netter. Céline Dion :)
Welche natürliche Gabe möchtest du besitzen? Eine perfekte und leistungsstarke Stimme, um singen zu können.
Deine gegenwärtige Geistesverfassung? Heiter
Deine Lieblingsgestalt in der Geschichte? Edith Piaf wegen ihres aussergewöhnlichen Lebens.
Dein Lieblingsheld in der Wirklichkeit? Kapitän Cousteau
Dein Lieblingsmaler? Auf jeden Fall ein Renaissancemaler, der mich durch die Reinheit und Vollkommenheit des Strichs fasziniert. z. B. Raphael
Deine Lieblings-Musikgruppe? Backstreet Boys / Coldplay / Spice Girls / Hurts / One Direction. Schwuler gibt es nicht (LOL).
Deine Lieblingsfarbe? Die Kombination der Farbe Blau mit gelber Farbe.
Deine Lieblingsblume? Die Sonnenblume
Dein Lieblingstier? Delfin (aber nicht mein Lieblingsschwimmstil ;))
Dein Lieblingsschriftsteller? Ich lese nicht gern, aber ich würde Stephen King wählen, weil ich es mag, beim Lesen Angst zu haben.
Dein Lieblingsland? Die Vereinigten Staaten von Amerika
Dein (Lebens-)Motto? Je mehr, desto besser!
   

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